Das Funktionieren fürs Außen hat einen hohen Preis
Die Rechnung geht nicht auf.

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Für das Funktionieren im Alltag hatte ich schon als Kindergartenkind eine feine Antenne und habe das Ungesunde darin stark gespürt.
Später wurde ich zur Beobachterin davon, wie Menschen daran zugrunde gehen.
Ich selbst habe mich meine Kindheit und Jugend hindurch so gut ich konnte dagegen gewehrt. Doch die Kollateralschäden, die dabei entstanden sind, haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen.
Irgendwann habe ich mich gefügt und durfte am eigenen Leib erfahren, was dieses aus dem Verstand heraus Funktionieren – ohne Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse – für mich bedeutet. Ich habe versucht zu leben, was mir von der Gesellschaft vorgelebt wurde.
Wenn ich mich nur besonders anstrenge und alle Erwartungen erfülle, dann hab ich ein gutes Leben. Alles hat eben funktioniert und ich bekam Anerkennung und Wertschätzung für meine überdurchschnittliche Leistung. Die Gesellschaft hat mich gefeiert. Das war schön, hat mich aber nur oberflächlich genährt und in der Tiefe ging es mir immer schlechter.
Ich bekam PMS, depressive Schübe, Selbstzweifel und war erschöpft. Mein Hormonhaushalt geriet aus dem Gleichgewicht, starker Haarausfall und Stimmungsschwankungen waren die Folge. Ebenso eine ständige Überreiztheit und Anspannung.
Ich brauchte auch ständig irgendwelche Mittel, um mich zu pushen oder zu beruhigen.
Mit mir selbst hatte ich nicht mehr viel zu tun. Ich hätte die Frage, wie es mir geht gar nicht ehrlich beantworten können. Ich wusste es nicht mehr. Es war Zeit für einen Cut. Ich erlaubte mir, ein Jahr nichts "zu müssen" und brachte mich wieder in Ordnung.
Später dann, als ich Mama wurde, habe ich mir mein Leben so eingerichtet, dass die Strukturen uns dienten und nicht mehr wir den Strukturen.
Ein Leben, in dem es Platz gibt für individuelle Bedürfnisse und dem nichts tun und müssen.
Das Pushen und Beruhigen verschwand aus meinem Alltag – ebenso wie der Großteil meiner Symptome.
Doch selbst wenn wir unser Leben sehr gut eingerichtet haben, kann es passieren, dass wir wieder ins „Funktionieren“ abrutschen. Auch das beobachte ich immer wieder.
Aber warum ist das eigentlich so? Und was macht es so schädlich für uns?
Weil „Funktionieren“ auf der Annahme basiert, dass mein Leben in Ordnung ist – oder es wird –, indem ich meine ganze Aufmerksamkeit und Energie in die äußere Welt lege. Das ich dort draußen mein Glück basteln kann.
Das ist ein großes Missverständnis.
Dass es uns dabei schlecht geht, bis hin zu verschiedensten Symptomen, zeigt genau das.
Aber was genau ist es, das uns daran schadet?
Wir verlassen uns selbst dabei.
Du verlässt dich, wenn Aufgaben und Dinge im Außen wichtiger werden als deine inneren Bedürfnisse.
Wenn dein Gefühl sagt: „Ich brauche Ruhe“, und dein Kopf sagt: „Keine Zeit, weitermachen.“
Oder wenn du Ja sagst, obwohl du Nein meinst. Oder etwas im Außen hinterher jagst, weil du dein Glück darin erhoffst.
Oft ist es so normal für uns, gegen unsere Bedürfnisse zu arbeiten, dass wir uns gar nicht bewusst sind, in welchem Ausmaß wir das tun. Es ist so selbstverständlich, unseren Fokus auf die Äußeren Dinge zu legen, das wir schlichtweg nicht merken, das wir uns da in etwas verrennen…an uns vorbei rennen…an dem Ort, wo wir unser Glück wirklich basteln können.
Meist merken wir es erst, wenn die Freude verloren gegangen ist, wir so erschöpft sind, dass wir einfach nicht mehr können, dauergenervt sind oder nur noch weinen können.
Dann greift etwas in uns ein.
Ein inneres, hochintelligentes System, das sagt: Stopp.
Und lädt uns ein, uns an etwas Wesentliches zu erinnern:
Die wichtigste Beziehung in deinem Leben ist die Beziehung zu dir selbst. Und dort ist auch der Ort, an dem wir die Samen für die Erfahrungen in der Äußeren Welt säen.
Wenn wir uns selbst verlassen, wenn wir nicht mehr bei uns sind – wer soll dann eigentlich „den Laden schmeißen“? Wer sät dann dort die Samen meiner Zukunft?
Die Rechnung vom Funktionieren für das Außen geht nicht auf.
Wenn wir nachhaltig ein schönes Leben haben wollen, dürfen wir unsere wahre Natur kennenlernen und ihr einen Nährboden schaffen, der sie trägt.
Einen Boden, in dem sie wurzeln und aus dem heraus sie sicher und stabil über sich hinauswachsen kann.
Dafür habe ich IMAGO VERI ins Leben gerufen.
Weil es das Wissen braucht und die Erfahrung.
Eine Schulung mit begleitetem Training, das zeigt, wie Leben von innen nach außen im Alltag wirklich gelebt werden kann und wie wir unser Glück im innen säen und dann auf allen Ebenen ernten können.



