Die Angst
Wie du mit dem Wesen der Angst frieden schließt und sich damit ein Tor der Freiheit öffnet.
Die Angst
Die Angst hat viele Facetten und ist jedem von uns vertraut:
die Angst zu versagen, jemanden zu verlieren, nicht zu genügen, krank zu werden
oder sich dem Unbekannten zu stellen.
Sie ist - wie unsere Gefühle – ein natürlicher Bestandteil des Menschseins
und trägt eine sinnvolle Funktion in sich.
Wichtig ist, dass Angst ihren richtigen Platz in unserem System erhält:
Sie darf uns warnen und schützen, aber nicht führen.
Dazu braucht es ein Verständnis darüber,
welche Form von Angst gerade wirkt.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten der Angst:
1. Die biologische Angst – die Angst des Reptilienhirns
Diese Form der Angst entsteht in unserem ältesten Gehirnteil, dem Reptilienhirn.
Es steuert die unbewussten Überlebensmechanismen wie Herzschlag, Atmung
und das Gefühl von Sicherheit oder Gefahr.
Wenn es Alarm schlägt, schaltet der Körper automatisch auf Schutzmodus:
Kampf, Flucht oder Erstarren.
Diese Angst lässt sich nicht „wegdenken“,
weil sie nicht auf rationale Impulse reagiert.
Sie ist biologisch sinnvoll denn sie soll dich am Leben halten.
2. Die psychologische Angst
Diese Angst entsteht auf den höheren Ebenen unseres Gehirns,
im Mittelhirn und Großhirn,
wo Emotionen, Erinnerungen und Gedankenmuster gespeichert sind.
Hier wird Angst nicht durch reale Gefahr ausgelöst,
sondern durch Vorstellungen, Bewertungen und frühere Erfahrungen.
Sie zeigt sich als Sorge, Zweifel oder Überforderung,
wenn der Verstand oder alte emotionale Prägungen die Kontrolle übernehmen.
Indem du beide Formen der Angst kennen und unterscheiden lernst,
verändert sich dein Bezug zu ihr.
Der Versuch, sie „weghaben“ zu wollen, verstärkt sie meist
und macht es noch schwieriger, als es ohnehin schon ist.
Diese Furcht vor der Angst oder das Gefühl,
dass sie einen übermannt,
löst sich durch eine veränderte Beziehung zu ihr.
Außerdem machen wir uns im Rahmen der Schulung mit Methoden vertraut,
die uns helfen, jeweils angemessen mit der Angst umzugehen.
Manchmal bedeutet das,
eine aktive Reptilienhirn-Angst zu beruhigen,
manchmal, den Rat der Angst anzunehmen,
sie tief zu hinterfragen oder aufzulösen.
Und manchmal zeigt sie sich sogar als Tor zur Freiheit
und wird zu unserem größten Glücksbringer.
Ziel
Ziel ist es, Meister im Umgang mit ihr zu werden.
Was auch immer das Leben dir bringt ob leicht oder schwer
du weißt, was zu tun ist.
Und dieses Wissen schenkt dir
in jeder Lebenslage innere Sicherheit.




